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Rechenzentrum Dummerstorf: Baustart für Ende 2027 geplant

30. September 2026Quelle: it-daily.net

Zusammenfassung

Die Bauarbeiten für das geplante 5,6 Milliarden Euro teure Rechenzentrum in Dummerstorf bei Rostock sollen Ende 2027/Anfang 2028 beginnen. Tags: #Rechenzentrum

Im Detail

Die Bauarbeiten für das geplante 5,6 Milliarden Euro teure Rechenzentrum in Dummerstorf bei Rostock sollen Ende 2027/Anfang 2028 beginnen.

Der Baustart hänge wesentlich davon ab, bis wann die benötigte Strominfrastruktur stehe, sagte ein Vertreter der Schwarz-Gruppe, die hinter der Investition steht, bei einer Informationsveranstaltung für die Einwohner in Dummerstorf. Geplant sei, dass das Zentrum 2032 ans Netz gehe.

Landeswirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) sprach vor den rund 200 Einwohnern von einem Meilenstein und der bislang größten Einzelinvestition in MV. Das 350.000 Quadratmeter große Areal im Gewerbegebiet Ostsee liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Amazon-Logistik-Center. Geplant ist neben Gebäuden für die Rechenzentren auch ein Verwaltungsgebäude.

Das Areal soll aus Sicherheitsgründen von einem drei Meter hohen Zaun umgeben werden.

Der Bürgermeister vom Dummerstorf, Jürgen Sprank (CDU), berichtete mit Blick auf das Projekt von einem großen Einvernehmen in der Gemeindevertretung. Mit der Schwarz-Gruppe gewinne Dummerstorf einen extrem potenten Gewerbesteuerzahler. Für die Gemeinde werde sich die Investition definitiv auszahlen.

Auswirkungen auf das Grundwasser werde es nicht geben, da das Rechenzentrum einen geschossenen Wasserkreislauf haben werde.

240 Megawatt Kapazität

Die Schwarz-Gruppe ist für ihre Handelsketten Lidl und Kaufland bekannt. Im Digitalgeschäft betreibt sie aber auch in Deutschland und Österreich insgesamt sieben Rechenzentren. In Dummerstorf ist der Aufbau eines Datacenters bis 2033 mit einer Kapazität von 240 Megawatt geplant, wobei das Unternehmen Potenzial für bis zu einem Gigawatt sieht.

Die Schwarz-Gruppe sowie die IT-Dienstleiter-Sparte Schwarz Digits sitzen bei Heilbronn in Baden-Württemberg.

Die Investition soll nach Unternehmensangaben die Entwicklung und den Betrieb von Cloud- und KI-Lösungen nach deutschem Recht und dadurch die Wertschöpfung in Deutschland und Europa fördern. Vom Land MV kommen Förderungen von bis zu 120 Millionen Euro für die Anlage.

In Rechenzentren stehen große Server und Computer, in denen Daten gespeichert, verarbeitet und verteilt werden. Sie sind für Unternehmen wichtig, die dort ihre Firmendaten speichern, aber auch für ganz normale Bürger. Zu den Digital-Kunden von Schwarz zählen unter anderem Versicherungen, Krankenkassen und Behörden wie die Polizei.

dpa

Tags: #Rechenzentrum

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